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Kein Einfluss auf Östrogen: Wie Oxandrolon wirkt
Oxandrolon, auch bekannt unter dem Markennamen Anavar, ist ein synthetisches anaboles Steroid, das häufig von Bodybuildern und Athleten zur Steigerung der Muskelmasse und Leistung verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Steroiden hat Oxandrolon jedoch keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel im Körper. In dieser wissenschaftlichen Arbeit werden wir uns genauer mit der Wirkungsweise von Oxandrolon befassen und die Gründe für seinen fehlenden Einfluss auf Östrogen untersuchen.
Was ist Oxandrolon?
Oxandrolon wurde erstmals in den 1960er Jahren von der Firma Searle Laboratories entwickelt und wurde ursprünglich zur Behandlung von Muskelschwund bei Patienten mit schweren Krankheiten wie HIV und AIDS eingesetzt. Es ist ein synthetisches Derivat von Testosteron und hat ähnliche anabole Eigenschaften wie dieses Hormon, jedoch mit einer geringeren Androgenität.
Heutzutage wird Oxandrolon hauptsächlich von Bodybuildern und Athleten verwendet, um die Muskelmasse und Kraft zu erhöhen, ohne dabei die unerwünschten Nebenwirkungen von anderen Steroiden wie z.B. Gynäkomastie (Vergrößerung der Brustdrüsen bei Männern) zu verursachen. Es ist auch bei Frauen beliebt, da es im Vergleich zu anderen Steroiden eine geringere Virilisierung (Entwicklung männlicher Merkmale) verursacht.
Wirkungsweise von Oxandrolon
Oxandrolon wirkt hauptsächlich durch Bindung an den Androgenrezeptor im Körper. Dies führt zu einer erhöhten Proteinsynthese und einer gesteigerten Stickstoffretention, was wiederum zu einem Anstieg der Muskelmasse und Kraft führt. Es hat auch eine milde Fettverbrennungswirkung, was es zu einem beliebten Steroid für den Einsatz während der Diät macht.
Im Gegensatz zu anderen Steroiden hat Oxandrolon jedoch keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel im Körper. Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon, das auch im männlichen Körper in geringen Mengen produziert wird. Ein hoher Östrogenspiegel kann bei Männern zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Gynäkomastie, Wassereinlagerungen und Stimmungsschwankungen führen.
Die meisten Steroide haben eine hohe Affinität zu dem Enzym Aromatase, das für die Umwandlung von Testosteron in Östrogen verantwortlich ist. Oxandrolon hat jedoch eine sehr geringe Affinität zu diesem Enzym, was bedeutet, dass es nicht in Östrogen umgewandelt werden kann und somit keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel hat.
Praktische Beispiele
Um die Wirkungsweise von Oxandrolon besser zu verstehen, betrachten wir zwei praktische Beispiele:
1. Ein Bodybuilder möchte seine Muskelmasse und Kraft steigern, ohne dabei unerwünschte Nebenwirkungen wie Gynäkomastie zu riskieren. Er entscheidet sich für eine Steroidkur mit Oxandrolon. Da Oxandrolon keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel hat, kann er seine Ziele erreichen, ohne dabei die unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogen zu erleben.
2. Ein Athlet möchte während der Wettkampfvorbereitung Fett verbrennen und gleichzeitig seine Muskelmasse erhalten. Er entscheidet sich für eine Diät und nimmt Oxandrolon ein, um den Fettverbrennungsprozess zu unterstützen. Da Oxandrolon keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel hat, kann er seine Ziele erreichen, ohne dabei die unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogen zu riskieren.
PK/PD-Daten und Statistiken
Es gibt mehrere Studien, die die Wirkungsweise von Oxandrolon untersucht haben. Eine Studie aus dem Jahr 2004 untersuchte die Auswirkungen von Oxandrolon auf den Östrogenspiegel bei Männern und fand heraus, dass es keinen signifikanten Anstieg des Östrogenspiegels gab. Eine andere Studie aus dem Jahr 2016 untersuchte die Wirkung von Oxandrolon auf den Östrogenspiegel bei Frauen und kam zu demselben Ergebnis.
Es gibt auch PK/PD-Daten, die zeigen, dass Oxandrolon eine geringe Affinität zu dem Enzym Aromatase hat, was seine fehlende Wirkung auf den Östrogenspiegel erklärt.
Schlussfolgerung
Insgesamt zeigt die wissenschaftliche Forschung, dass Oxandrolon keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel im Körper hat. Dies macht es zu einem beliebten Steroid für Bodybuilder und Athleten, die ihre Muskelmasse und Kraft steigern möchten, ohne dabei die unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogen zu riskieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Oxandrolon immer noch ein anaboles Steroid ist und bei unsachgemäßer Anwendung zu Nebenwirkungen führen kann. Daher sollte es immer unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.
In Zukunft können weitere Studien durchgeführt werden, um die genauen Mechanismen zu untersuchen, die Oxandrolon von anderen Steroiden unterscheiden und seinen fehlenden Einfluss auf Östrogen erklären. Bis dahin bleibt Oxandrolon eine beliebte Wahl für Bodybuilder und Athleten, die ihre Leistung verbessern möchten, ohne dabei die unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogen zu riskieren.
Quellen: